Stadtnachricht

Archäologischer Atlas für den Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen


Zu den Aufgaben des Landesamtes für Denkmalpflege Baden - Württemberg gehört auch die topographische Vermessung und wissenschaftliche Bearbeitung der obertägig erhaltenen und im Gelände noch sichtbaren Zeugnisse aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden im „Atlas archäologischer Geländedenkmäler in Baden-Württemberg“ niedergelegt, einem Inventarwerk, dessen Ziel es ist die Geländedenkmäler zu dokumentieren und in Form eines Atlasses zu publizieren.
Vor Jahren wurde von der Fachhochschule Karlsruhe im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege die örtlichen Vermessungen der Wallanlagen auf dem Dreifaltigkeitsberg durchgeführt. Leider konnten aus verschiedenen Gründen diese Vermessungsunterlagen nicht mehr abschließend bearbeitet werden.

Anfang 2008 wurde vom städtischen Bauamt beim Landesamt für Denkmalpflege nachgefragt, wie weit die Arbeiten an dem archäologischen Atlas gediehen sind. Überraschend erhielten wir die Auskunft, dass sich die damals mit der Thematik beschäftigten Mitarbeiter im Ruhestand sind und in Folge der Verwaltungsreform keine weiteren Personen zur Verfügung stehen, die an diesem Projekt weiterarbeiten können.

Nachdem die Stadt Spaichingen die notwendigen Vermessungs- und Befliegungsarbeiten mit über 12.000 € finanziell unterstütz bzw. bezahlt hat, wurde mit Nachdruck beim Landesamt für Denkmalpflege nachgefragt, wie die „ruhende Arbeit“ vorangebracht werden kann.

Sehr erfreulich ist, dass sich zwei frühere Mitarbeiter dieser Behörde, die sich in der Zwischenzeit in Pension befinden, bereit erklärt haben, sich weiter einzubringen und die „ruhende Arbeit“ weiter voranzubringen.

Ende Januar 2008 hat bei dem Vermessungsbüro Gerd Kurzmann, Spaichingen, ein längeres Gespräch mit einem der beiden ehem. Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege stattgefunden. Hierbei wurden umfangreiche Vermessungsunterlagen an das Büro Kurzmann übergeben. Glücklicherweise verfügt das Büro Kurzmann über die notwendige Software und die technischen Voraussetzungen, um die fehlenden Auswertungen für die notwendigen Vermessungsunterlagen für den späteren archäologischen Atlas zu erstellen. Die Stadt Spaichingen hat das Büro Kurzmann mit den entsprechenden Arbeiten hierfür in Höhe von 1.142,40 € beauftragt.

Diese Planungsunterlagen wurden in der Zwischenzeit von dem Vermessungsbüro erstellt. Der pensionierte Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege hat diese Arbeiten überprüft und ergänzt. Eine Abschlusskontrolle dieses Planes fand Mitte November 2008 statt. Noch im Dezember wird der Plan an die einstige Mitarbeiterin der Denkmalpflege im Regierungspräsidium Freiburg, die die Vorgeschichte des Dreifaltigkeitsberges mit allen notwendigen Hintergrundinformationen aus jahrzehntelanger Tätigkeit kennt, zur Erstellung der Textunterlagen weitergegeben. Voraussichtlich im Sommer 2009 kann dann der archäologische Atlas in die Druckerei gehen, so dass bei günstigsten Voraussetzungen das Atlasheft „Der Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen“ im Herbst 2009 zur Verfügung steht bzw. interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden kann.

Neben dem topographischen Plan, der in seiner Vollständigkeit und Aktualität sowie in seinem Detailreichtum bisherige Pläne übertrifft, sollen auch Funde vom Dreifaltigkeitsberg vorgelegt werden. Der archäologische Atlas wird die überregionale Bedeutung des Dreifaltigkeitsberges bei Spaichingen in vor- und frühgeschichtlicher Zeit zum Ausdruck bringen.

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