Stadtnachricht

Stellungnahme zum Presseartikel im Heuberger Bote am 19.12.2019


„120 Jahre alte Fichte gefällt“

Im Jahr 2015  wurden an mehreren Stellen im Stadtgebiet mit dem Sachverständigenbüro für Baumsicherheit- und Pflege J. Schuster aus Tübingen – öffentlich bestellt und vereidigt – Begehungen durchgeführt.

Im Zuge dieser gutachterlichen Beratung wurden hauptsächlich auffällige Bäume, die entweder standort- oder wachstumsbedingt schlechte oder keine Entwicklungsmöglichkeiten haben, angeschaut.

Fazit dieser Begehung war seinerzeit, dass im Stadtgebiet ab Anfang 2016 zum einen Fällungen, zum anderen aber auch Kronenrückschnitte dort anstanden, wo Bäume zu dicht standen und denen neuer Raum gegeben werden sollte.
Unter anderem wurde auch die Fichte am Gewerbemuseum begutachtet.

Der Gutachter kam zusammengefasst zu dem unten stehenden Ergebnis (Ein Auszug aus dem Gutachten ist beigefügt):
Die Fichte zeigt einige Defektsymptome, bei der gerättechnischen Untersuchung wurde jedoch keine umfangreiche Fäule festgestellt. Einer der beiden Stämmlinge  hängt stark in Richtung Gebäude und bei Versagen der Sicherung, die momentan nicht ausreichend dimensioniert sind, besteht die Gefahr, dass der Stämmling auf das Gebäude stürzt. Im Bereich des Stammfußes zeigt die Fichte eine beginnende Kernfäule, die jedoch derzeit keine konkrete Gefahr bedeutet hat.

Aufgrund der beiden nebenstehenden Bäume, eine weit ausladende Kastanie und eine große Buche, galt es zu überlegen, auch vor dem Hintergrund der Sturzgefahr der Stämmlinge, ob der Baum an diesem Standort gehalten werden soll.

Eine Entfernung war nicht zwingend notwendig, konnte aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

Als sofortige Maßnahmen wurden daher in 2016 ein starker Kronenrückschnitt mit gezielter Entnahme einzelner Äste auf der zum Gebäude gewandten Seite durchgeführt und die Sicherungen ausgetauscht, um eine vorläufige ausreichende Tragkraft gegen Absturz der Stämmlinge zu erreichen.

Da der Gutachter bereits im Jahr 2015 dazu geraten hat, zu überlegen, die Fichte zugunsten der Entwicklung der beiden großen Laubbäume zu entfernen, ist die Verwaltung jetzt  zu der Auffassung gelangt, den Baum aus Sicherheitsgründen – basierend auf der Aussage aus dem Gutachten, dass in der Fichte aufgrund der nicht stabilen Vergabelung ein latentes Gefahrenpotenzial schlummert - zu fällen, da zusätzlich auch noch der Borkenkäfer festgestellt wurde.

Über die vorgesehenen Baumfällungen und Rückschnitte im Stadtgebiet wurde die Öffentlichkeit seinerzeit am 03.02.2016 auf der Homepage der Stadt Spaichingen und im Stadtspiegel am 11.02.2016 informiert. Hierin wurde auch berichtet, dass eine Fällung der Fichte zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann.
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