Stadtnachricht

Kabinett verabschiedet Fortschreibung des Mittelstandsprogramms
Wirtschaftsminister Ernst Pfister: „Mittelstand muss jetzt besonders gestärkt werden“


Auszug aus den Veröffentlichungen


Mittelstandsfinanzierung


Um die Banken bei der Mittelstandsfinanzierung zu unterstützen, habe die Landesregierung den Bürgschaftsrahmen für Unternehmenskredite zunächst von 150 auf 500 Millionen Euro und nun noch einmal auf 1,2 Milliarden Euro erhöht. Denn vor dem Hintergrund der Krise habe die Nachfrage nach Landesbürgschaften merklich zugenommen. Der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg ist es darüber hinaus möglich, ihr Bürgschafts- und Garantievolumen, das im vergangenen Jahr bei rund 285 Millionen Euro lag, deutlich auf bis zu 370 Millionen Euro auszuweiten. Außerdem habe die L-Bank bereits im letzten Jahr neben dem bestehenden Liquiditätshilfeprogramm, bei dem eine Haftungsfreistellung der Hausbank bis zu 50 Prozent möglich ist, ein weiteres Programm – das so genannte L-Mittelstand – aufgelegt. Mit dem Programm L-Mittelstand stelle die L-Bank zusätzlich eine Milliarde Euro für Darlehen an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro bereit.

Neben den Bürgschaften sei auch die Bereitstellung von Beteiligungskapital ein zentraler Baustein der Finanzierung von mittelständischen Unternehmen. Wirtschaftsminister Pfister: „Land, L-Bank und MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH haben deshalb in den vergangenen Jahren das Angebot in der Eigenkapitalfinanzierung konsequent aus-gebaut. So haben zum Beispiel die L-Bank mit dem L-EA Mittelstandsfonds (Fondsvolumen 250 Millionen Euro) ein Instrument, das etablierte mittelständische Unternehmen mit Beteiligungen zwischen 2,5 und 20 Millionen Euro finanziere. Wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass dieses Angebot den aktuellen Bedürfnissen angepasst wird.“


Landesportal Baden-Württemberg: Kabinett verabschiedet Forschreibung des Mittelstandsförderprogramms ……..

Förderprogramm zur Krisenberatung
Um kleinen und mittleren Unternehmen in Notsituationen zu helfen, hat das Wirtschaftsministerium ein Förderprogramm zur Krisenberatung gestartet. Hierfür wurden dem Wirtschaftsministerium zusätzliche Mittel in Höhe von 550.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesem Programm fördert das Wirtschaftsministerium befristet für das Jahr 2009 eine kurzfristige Beratung von bis zu vier Beratungstagen, auf die im akuten Krisenfall schnell und unbürokratisch zurückgegriffen werden kann.


Vereinfachte Vergabe öffentlicher Aufträge

Die Vereinfachung der Vergabe öffentlicher Aufträge trägt dazu bei, die von Bund und Land beschlossenen konjunkturellen Maßnahmen zügig umzusetzen und damit ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Daher wurde die Vergabe öffentlicher Aufträge so gestaltet, dass befristet bis Ende 2010 die Vergabestellen der Landesverwaltung Bauleistungen bis zu 1 Million Euro beschränkt ausschreiben beziehungsweise bis zu 100.000 Euro freihändig vergeben können. Liefer- und Dienstleistungsaufträge können bis zu 100.000 Euro beschränkt ausgeschrieben oder freihändig vergeben werden. Den kommunalen Auftraggebern wird empfohlen, diese Regelung ebenfalls anzuwenden.

Aus- und Weiterbildung

Auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf die Aus- und Weiterbildung nach Pfisters Worten nicht vernachlässigt werden, denn die Qualifikation der Beschäftigten spiele eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Daher habe das Wirtschaftsministerium ein neues Förderprogramm aufgelegt, um in kleinen und mittleren Unternehmen eine systematische Personalentwicklung zu etablieren. Gefördert werde die Erarbeitung entsprechender Konzepte durch einen externen Dienstleister.

Ganz besonders wichtig sei es auch, die Potenziale der immer knapper werdenden Nachwuchskräfte nicht zu vergeuden. „Dieses Risiko ist gegeben, wenn Betriebe in Konkurs gehen und deren Auszubildende daher ihre Lehre nicht fortsetzen können. Damit diese Auszubildenden nicht auf der Strecke bleiben, fördert das Wirtschaftsministerium mit dem Programm ‚Azubi-Transfer’ deren Übernahme durch andere Betriebe. Mittelständische Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, können hierfür eine Zuwendung von 1.200 Euro erhalten“, so Pfister. 

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Die Themen „Erneuerbare Energien und rationelle Energienanwendung“ sind inzwischen für den Mittelstand von großer Bedeutung. Pfister: „Für das Handwerk ist die Nutzung etwa der Solartechnik eine Möglichkeit zur Ausweitung der Geschäftsfelder. Neben der Ausweitung der Geschäftsfelder ist die Anwendung erneuerbarer Energien Anlass zur Existenzgründung sowohl im Handwerkssektor als auch im Bereich der Planungsbüros. Ziel des Landes ist es, innovative Energietechnologien schneller aus der Forschung und Entwick-lung in den Markt zu bringen und den Mittelstand dabei zu unterstützen, diese Technologien zu nutzen. Besonders gefördert werden auch Modellprojekte des Klimaschutzes mit dem Ziel, zukunftsweisende und technisch weitgehend ausgereifte Techniken mit Potenzial zur CO²-Einsparung, die noch der Verbreitung bedürfen, beispielhaft zu installieren.


Redakteur / Urheber
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