Stadtnachricht

EU-Fördermittel sollen Lücke zwischen Forschung und Markteinführung schließen


EU-Fördermittel sollen Lücke zwischen Forschung und Markteinführung schließen,
30 Mio. Euro stellt die Europäische Kommission allein für Öko-Innovation in der aktuellen Ausschreibung des CIP Programms zur Verfügung.
Eine umwelt- und klimabezogene Nachhaltigkeit bei gleichzeitigem wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung - dies ist der Anspruch, den die Kommission im Juli 2008 mit ihrem "Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik" formuliert hat. Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht eine Produktpolitik, die dazu beitragen soll, dass mehr umweltfreundliche Produkte auf den Markt kommen. Die Europäische Kommission fordert die Industrieunternehmen in Europa auf, im Bereich der Umweltverträglichkeit führend zu bleiben. Zugleich unterstützt sie die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten.
Die Europäische Kommission hat einen Aufruf im Bereich Öko-Innovation veröffentlicht. Die Initiative Öko-Innovation ist Teil des Programms für unternehmerische Initiative und Innovation (EIP -Entrepreneurship and Innovation Programme), das wiederum zum CIP (Competitiveness and Innovation Framework Programme - Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation) gehört. Ziele des Programms sind die Unterstützung der Erstanwendung und Marktetablierung von innovativen Technologien und Verfahren, die Überbrückung der Kluft zwischen Forschung, Energie und der Industrie sowie die Überwindung der noch vorhandenen Marktschranken.
Gefördert werden Vorhaben, die darauf ausgerichtet sind, Hindernisse für die Entwicklung und breitere Anwendung von Öko-Innovationen zu beseitigen, Märkte für entsprechende Produkte zu schaffen oder zu erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt zu stärken. Zugleich sollen die Projekte Umweltfolgen verringern, die Ressourceneffizienz erhöhen und das Leistungsniveau der Unternehmen in Bezug auf die Umwelt verbessern. Unterstützt werden Vorhaben im Zusammenhang mit öko-innovativen Produkten, Techniken, Dienstleistungen oder Verfahren von Bedeutung für die Gemeinschaft, die technisch bereits mit Erfolg demonstriert wurden, aber aufgrund eines Restrisikos den Markt noch nicht durchdrungen haben.
Obschon das Programm branchenoffen ist, wird durch die Förderrichtlinie die Priorität auf Unternehmen aus den Sparten Recycling, Gebäude- und Bausektor, Lebensmittel und Getränke sowie Grüne Unternehmen und grüner Einkauf festgelegt. Das Programm fördert vorrangig kleine und mittlere Unternehmen sowie private Organisationen, steht aber auch allen juristischen Personen offen. Das Budget für das Jahr 2009 beträgt ca. 30 Millionen Euro. Bis zum 10.09.2009 können Förderanträge für das Programm Eco-Innovation gestellt werden. Die Erfolgschancen lagen im vorherigen Aufruf um die 30%.
Weitere spezifische Fördermöglichkeiten bietet die Priorität Umwelt im 7. Forschungsrahmenprogramm. Der nächste Aufruf wird voraussichtlich im Juli 2009 veröffentlicht mit einem geplanten Budget von ca. 213 Mio und Abgabetermin im Januar 2010.
Das Steinbeis-Europa-Zentrum bietet in Informations- und Sprechtagen Hintergrundinformation zu den Programmen aber auch individuelle Beratung für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es unterstützt die Antragstellung und Durchführung von EU-Projekten, die Partnersuche bis hin zum Projektmanagement und zur Verwertung der Forschungsergebnisse. Darüber hinaus bietet es maßgeschneiderte Trainings für Antragstellung und Projektmanagement an. Im Zentrum steht dabei vor allem das 7. Forschungsrahmenprogramm.

Weitere Informationen: Bei der Europäischen Kommission
http://ec.europa.eu//ecoinnovation
zum EU-Projekt ECOINNO2SME
http://www.ecoinno2sme.eu/

Ansprechpartner beim Steinbeis-Europa-Zentrum
Teresa Puerta (aktuelle Fördermittel)
Steinbeis-Europa-Zentrum Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Str. 19, 70174 Stuttgart Tel: 0711-1234010 - Fax: 0711-1234011 – Email: info@steinbeis-europa.de

Leitung: Prof. Dr. Norbert Hoeptner, Europabeauftragter des Wirtschaftsministers Baden-Württemberg - Dr.-Ing. Petra Püchner - Dr. rer. nat. Jonathan Loeffler
Öffentlichkeitsarbeit: Anette Mack M.A., Lena Ohlig
Redakteur / Urheber
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