Stadtnachricht

Fensteraustausch im Rathaus - Letzte Maßnahme im Sanierungsgebiet abgeschlossen


Was für die Bürger aussah wie eine nie enden wollende Baustelle, war für die Fachleute Arbeitsalltag. Aber pünktlich vor Fronleichnam wurde das Gerüst am Rathaus abgebaut und die Maßnahme bis auf ein paar Restarbeiten im inneren Bereich abgeschlossen.

Während sich die Produktion der Holz-Alu Fenster für die oberen Geschosse aufgrund von firmeninternen Problemen verzögert hatte und die Herstellung der Fensterelemente im Detail durch die verschiedenen Maße sehr aufwendig war, wurden die Fenster- und Türenelemente im Erdgeschoss ausgetauscht.

Zu den Arbeiten gehörte der Ausbau der Altfenster und der Einbau der neuen Fenster im Tausch, Element für Element. Das teilweise gute Wetter in den Wintermonaten sorgte vor der Frostperiode für ein rasches Vorankommen.
Durch den Austausch der Fenster wird eine energetische Verbesserung der Bauteile erreicht, die Stadt erhält dafür auch eine Förderung aus dem Sanierungsgebiet. Farblich sind die Fenster so ausgewählt, dass sich die Farbgestaltung der Neufenster an die schon eingebauten Fenster in der VHS anpasst. Die energetische Verbesserung wird durch eine 3-fach Isolierverglasung erreicht, die Außenschale aus Aluminium ist witterungsbeständig.

Nachdem die Fenster eingebaut waren, musste zusätzlich für den äußeren Fassadenanstrich ein Schutzgerüst aufgebaut werden. Parallel wurden noch Arbeiten an den Fenstersimsen, Anpassungsarbeiten an den Leibungen durch den Fensteraustausch und der Innenanstrich ausgeführt.
Des Weiteren wurden noch Arbeiten an den Dachabdichtungen vorgenommen.

Abgeschlossen sind zusätzlich zum Austausch der gesamten Fenster der Einbau und die Verkabelung der elektrischen Außenjalousien, die Flaschnerarbeiten, die das Anbringen eines Anschlussbleches an die aufgehenden Bauteile vorsahen und die Abbrucharbeiten an der Attika.
Alle Zugänge zum Rathaus erhielten einen neuen elektrischen Antrieb, so dass der Zugang wesentlich komfortabler wird.

Der vorgesehen Zeit- und Kostenrahmen ist derzeit eingehalten. Bis spätestens Ende Juni soll die Abrechnung des gesamten Sanierungsgebietes erfolgen.

 

Zur Historie:

Seit dem Jahr 2008 wird kontinuierlich im Rahmen eines sogenannten Sanierungsgebietes rund um das Rathaus gebaut. Geplant waren 5 Bauabschnitte, die jeweils mit verschiedenen Fördersätzen vom Regierungspräsidium bezuschusst werden.
Im Hochbau sind dieses je nach Neubau oder Sanierung 18 % bis 36 %, im Tiefbau 60 % eines bestimmten Betrages pro Quadratmeter hergestellte Fläche.

Die ersten zwei Abschnitte umfassten den gesamten Bereich des Postplatzes. Hier wurden die Haltestellen neu angelegt und der Platzbereich neu gestaltet. Die Intention und auch Wunsch der Stadt war, sowohl Aufenthaltsqualität zu schaffen als auch Funktionales wie die an- und abfahrenden Busse miteinander zu verbinden.
Das ist dort sehr gut gelungen. Unter den reichlich vorhandenen Bäumen wurden Bänke zum Verweilen aufgestellt, für die Kinder wurde der Brunenn neu eingefasst, es wurden Spielflächen mit Wipptieren hergestellt und das neu verkleidete modern hergerichtete Postgebäude rundet das Gesamtensemble ab. Die Pflasterbereiche sind so hergestellt, dass sie befahren werden können, die Pflasterfarbe wurde im Rahmen einer Bemusterung zusammen mit dem Gemeinderat festgelegt. Wichtig war, eine offene, freundliche und helle Platzfläche zu schaffen.
Ebenfalls wurde die zum Rathaus führende alte Betontreppe abgebrochen und durch eine moderne Stahltreppe ersetzt.

Der dritte Bauabschnitt umfasste die Freianlagen rund um die Passagengebäude, die neu gestaltet wurden. Die Pflasterfarbe, die Pflasterart und Form der Verlegung wurde bis zum Marktplatz fortgeführt.
Auch hier wurde die alte Betontreppe abgebrochen und durch eine neue Stahltreppe ersetzt, angelehnt an die Gestaltung in den ersten zwei Bauabschnitten.

Der vierte Bauabschnitt beinhaltet die komplette Neuordnung entlang der Hauptstraße. Den Treppenaufgang als Fortführung des Fußgängerüberwegs von der Kreuzung bis zum Marktplatz bildet eine moderne, auch in hellem Pflaster hergestellte breite Treppe, neben der ebenfalls eine behindertengerechte Rampe angelegt wurde. Die Parkplatz- und Fußgängerbereiche sind von der Kreuzung Sallancher Straße bis zum Kreuzplatz neu geordnet worden. Integriert zwischen die Bäume sind breit angelegte Parkplätze neu hergestellt worden, von denen aus der Gehweg in beide Richtungen gut erreicht werden kann. Den Abschluss des Gehweges bildet aufgrund eines Höhenunterschiedes eine kleine Stützmauer, die mit Geländer gegen Absturz gesichert ist und von der Straße aus durch die mediterrane Bepflanzung gut wahrgenommen werden kann.
Die Beleuchtung ist in die jeweiligen Aufgänge zum Marktplatz integriert und mit moderner LED-Technik ausgestattet.

Den letzten und fünften Bauabschnitt bildete die Umgestaltung des Marktplatzes und die Umbaumaßnahmen im und rund um das Rathaus.

Auch auf dem Marktplatz musste Aufenthaltsqualität und Funktionales miteinander in Einklang gebracht werden. So sollte ein Platz für den Aufenthalt im Freien entstehen, ebenfalls sollten aber auch Flächen für die Marktbeschicker, die jeden Dienstag und Samstag in Spaichingen sind, angelegt werden. Diese wurden in Form einer Betonfläche mit einem Besenstrichmuster ausgeführt, weil sich der helle Pflasterbelag für die Aufstellung mit Fahrzeugen nicht eignet.

Auch mussten die Kunstwerke und Spielgeräte in die Platzegstaltung integriert werden. Wie auf dem Postplatz ist ein sogenanntes „Fliegendes Dach“ als städtebaulicher Akzent als Stadtloggia gesetzt worden. Während auf dem Postplatz die Bänke unter dem Dach zum Warten auf die Busse dienen, ist auf dem Marktplatz der Bereich unter dem Dach zum Verweilen geeignet, schon allein deswegen, weil neben der Stadtloggia Wasserpiele als Anzugspunkt für spielende Kinder errichtet wurden. Ebenfalls befindet sich die gesamte Technik sowohl mit Ver- und Entsorgung als auch die Steuerung für den Brunnen und die Wasserspiele im Servicegebäude unter der Stadtloggia.

Die Baumaßnahmen im Rathaus beinhalteten die Aufstockung des Rathauses oberhalb der Sparkasse, den Umbau des ehemaligen Veranstaltungsraumes zur Volkshochschule, die sowohl dort Kurse anbietet als auch im Nachbargebäude, in dem ein Gymnastikraum hergerichtet wurde.

In den nächsten Jahren soll im hinteren Bereich des Rathauses ein Bürgersaal entstehen, für den die vorbereitenden Arbeiten mit Flur und Toilettenanlage, die auch von der Volkshochschule genutzt werden können, in die jetzigen Baumaßnahmen integriert wurden.

Auch im Bürgerbüro und in der Bücherei wurde einiges verändert. So wurde der gesamte Eingangsbereich zur Bücherei und zum Bürgerbüro neu geordnet, das Bürgerbüro soll durch die neue Aufteilung mit Zwischenelementen etwas mehr Diskretion für die einzelnen Beratungsstellen bieten und auch der Wartebereich wurde modern neu gestaltet, damit sich die Bürgerinnen und Bürger während der Wartezeiten wohl fühlen und wahr genommen werden.
In der Bücherei wurden im hinteren Bereich mehrere fest verglaste Fensterelemente und Lichtkuppeln eingebracht, um die vorher doch sehr dunkle Leseecke freundlicher zu gestalten. Der gesamte Bereich wurde mit neuer Lichttechnik ausgestattet.

Die letzte Maßnahme im bewilligten Sanierungsgebiet ist der Austausch der Fenster im Rathaus zur energetischen Verbesserung wie oben berichtet.

Die gesamten Maßnahmen beinhalten ein Kostenvolumen von ca. 6.800.000 €.

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